Andachten

Andacht

Andacht 22.07.2021

22. Juli 2021 | Klaus Kästner

Andacht 22.07.2021

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

Und als das Volk ins Lager kam, sprachen die Ältesten Israels: Warum hat uns der HERR heute vor den Philistern geschlagen? Lasst uns die Lade des Bundes des HERRN zu uns holen von Silo, dass er in unsre Mitte komme und uns errette aus der Hand unserer Feinde.

Lange Zeit bedrängten die Philister Gottes Volk. Sie waren der Erzfeind Israels. Gerade hatte man ihre militärische Überlegenheit wieder schmerzlich erfahren müssen. In dieser bedrückenden Lage hatten die führenden Männer Israels die Idee, eine Art „Wunderwaffe“ einzusetzen, die ihnen den Sieg garantieren sollte. Sie ließen die Bundeslade aus dem Heiligtum in Silo holen. Der kostbarste sakrale Gegenstand garantierte doch die Gegenwart Gottes! Nun musste es doch gelingen, diese übermütigen Heiden in die Schranken zu weisen. Die Nachricht von dieser neuen Taktik löste bei den Philistern Angst und Schrecken aus. Die Bundeslade des Gottes Israels auf der gegnerischen Seite – das bedeutete auch aus ihrer Sicht größte Gefahr. Der nächste Angriff der Philister endete aber wieder mit einer schrecklichen Niederlage für die Kämpfer Israels. Die heilige Bundeslade war völlig wirkungslos, nützte dem Heer Israels überhaupt nichts! Sie wurde sogar eine Kriegsbeute der Philister. Nun sollte man meinen, was dem Heer Israels nichts genützt hat, kann den Philistern auch nicht schaden. Doch in der Hand der Feinde Israels ist die Bundeslade plötzlich keine harmlose Holzkiste mehr! Von ihr geht eine Wirkung aus, die bei den Philistern Angst und Entsetzen verbreitet. Jahwe lässt sich nicht verspotten! Der militärische Triumph verwandelt sich ins Gegenteil. Diese alte Geschichte hat auch heute noch ihre Bedeutung. Sie zeigt uns die Freiheit und Souveränität Gottes. Dieser Gott ist und bleibt unberechenbar. Er lässt sich nicht benutzen und für unsere Zwecke einspannen. Die Gottheit als eine Art Talisman, als Glücksbringer zu benutzen – das ist ein uraltes Missverständnis aus dem Heidentum. In der Religionsgeschichte begegnet uns diese Denkweise in vielen Varianten. In subtiler Form will sich dieser Irrtum auch immer wieder in christliche Köpfe einschleichen. Unser Gott, von dem die Bibel redet, ist ein gütiger Vater, der gern gibt. Wir dürfen um alles bitten, aber wir haben nichts zu fordern. Auf nichts haben wir einen Anspruch. Alle seine guten Gaben sind Geschenke unverdienter Gnade.

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