Andachten

Andacht

Andacht 19.10.2019

19. Oktober 2019 | Chantal J. Klingbeil

Andacht 19.10.2019

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

Halte den Sabbattag und heilige ihn. … Da sollst du kein Werk tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Rind, noch dein Esel, noch all dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist, damit dein Knecht und deine Magd ruhen wie du. Denn du sollst bedenken, dass du auch ein Knecht gewesen bist im Land Ägypten und dass der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgestrecktem Arm.

Sklaverei ist grausam. Alle Tage fühlen sich gleich an und sind voll von schwerer körperlicher Arbeit. Die Israeliten brauchten ganz dringend Ruhe.
Gott hörte sie, er sah sie und gab ihnen Ruhe. In einer der dramatischten Rettungsaktionen der Weltgeschichte rettete Gott sein Volk aus Ägypten und half ihm, die wunderbare Gabe der Sabbatruhe neu zu entdecken.
Eine der ersten Lektionen, die die befreiten Sklaven lernen durften, war die Tatsache, dass Gottes Sabbatruhe soziale Unterschiede einebnet und kaputte Beziehungen erneuert. Aber Sklaven werden nicht plötzlich zu Herren. Jetzt, da sie frei waren, mussten sie zuallererst lernen, dass ihre Freiheit nicht auf Kosten der Unfreiheit anderer gedeihen konnte.
Am Sabbat konnte der Esel länger schlafen. Der Ochse konnte zufrieden sein Heu kauen. Der Vater hatte endlich Zeit, mit den Kindern im Arm interessante Wolkenformationen zu bestaunen. Die Mutter dachte nicht mehr ans Wäschewaschen oder Mittagessenkochen, sondern an den, der unseren Ehen und Familien neues Leben einhaucht. Dösende Knechte und Mägde konnten im Schatten eines großen Baumes genüsslich die Zeit verbringen. Selbst der Fremde konnte sich in Sicherheit wiegen und wurde nicht ausgegrenzt, weil er den falschen Nachnamen hatte. Auch er hatte ein Anrecht auf Gottes Ruhe. Sabbat bedeutet Freiheit, und Freiheit muss geteilt werden.
Gott lädt uns auch diese Woche wieder ein, sein Freiheitsfest zu feiern und uns daran zu erinnern, dass auch wir Sklaven waren. Unser Ägypten ist geografisch nicht so leicht zu lokalisieren. Laut Paulus sind wir Sklaven der Sünde – doch jetzt hat er uns zu seinen Kindern gemacht. Wir sind Teil einer neuen Schöpfung und einer neuen Nation, die sich schon jetzt auf die Heimreise freut.

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