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Andacht 15.02.2018

15.02.2018 | von Egon Schramm

ig3l | photocase.de

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Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Jesaja 9,1

Finsternis und Licht sind zwei Realitäten in uns und unserer Welt. Wir erleben Finsternis und sehnen uns nach Licht. Wenn tagelang der Himmel grau in grau verhangen ist, dann lockt ein sonniger Tag die Leute hinaus zu einem Spaziergang. Wir sind lichthungrig.

Zwei Erfahrungen haben mir bewusst gemacht, wie gefährlich Finsternis sein kann. Als ich eines Abends spät vom Bahnhof nach Hause lief, lag der ganze Ort wegen eines Stromausfalls im Dunkeln. Kein Stern war am Himmel zu sehen. Meine Schritte waren wesentlich unsicherer als sonst. Ein anderes Mal hatte Nebel die Landschaft so dicht eingehüllt, dass es schwer war, die eingeschlagene Richtung ein­zuhalten, obwohl es Tag war.

Ich habe den Eindruck, dass wir heute das Welt­geschehen so erleben. Unter Politikern, Soziologen und Klimaforschern wird sehr stark um eine heile und friedfertige Welt gerungen. Es wird viel gereist und getagt, um Lösungen zu finden. Trotz der vielen Sit­zungen wird allerdings nur selten Einigkeit erreicht. Eine große Finsternis hat sich über die EU gelegt. Immer wieder hören wir in den Medien, dass von Ein­mütigkeit keine Rede mehr sein kann. Als Gläubiger denke ich an das Standbild in Daniel 2,42-43: Eisen und Ton, ein teils schwaches, teils starkes Reich; sie halten nicht aneinander.

In dieser Finsternis gibt es Hoffnung. Die Dunkel­heit weicht überall dort, wo Jesus als Sohn Gottes und Erlöser für die Befreiung aus der Macht der Sünde an­genommen wird, denn „die Sünde ist der Leute Ver­derben“ (Spr 14,34). Aber „dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“ (Ps 119,105). Wie Scheinwerfer in die Dunkelheit strahlen, so leuch­tet auch Gottes Wort als Licht in dieser dunklen Zeit und erhellt die Hintergründe gewisser Entwicklun­gen.

Vor allem will Jesus als das Licht der Welt uns ver­ändern, sodass auch wir durch unser Wesen Licht - und damit Hoffnung - in unsere Umgebung bringen können. „Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!“ (Jes 60,1) Der Prophet sah, was in der Zukunft passieren wird, als wäre es bereits geschehen. Jesu Kommen in unsere Welt ist unsere Hoffnung. Durch ihn wird das Durcheinander wieder heil.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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