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Andacht 06.02.2012

06.02.2012 | von Wilfried Krause

lama-photography | photocase.de

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[Gott] lässt den Schnee wie Wollflocken fallen. Psalm 147,16 (Gute Nachricht Bibel)

Im letzten Winter war wieder einmal genug Schnee gefallen, um die Winterfreuden richtig zu genießen. Die weiße Pracht hielt sich sogar im Flachland über viele Wochen.

Schon als Kind liebte ich diese Jahreszeit sehr. Noch heute betrachte ich eine Schneelandschaft als ein besonderes Geschenk unseres Schöpfers. Was fasziniert mich daran? Zuerst die Schneeflocken selbst. Welche Freude herrschte unter uns Kindern, wenn die ersten vom Himmel fielen! Saßen wir ge­rade in der Schule, dann hatte es der Lehrer schwer, unsere Aufmerksamkeit noch auf den Lehrstoff zu lenken. Alle Kinderaugen richteten sich auf das wir­belnde Weiß und wir konnten das Ende des Unter­richtes kaum erwarten.

Kaum dass der Schnee die Grasnarbe bedeckt hatte, wurden die Schlitten aus dem Schuppen ge­holt. Sobald die Schneehöhe angewachsen war, ging es mit unseren Skiern über Wiesen, Felder und vor allen Dingen durch den Wald.

Eine Skitour durch den verschneiten Winterwald ist für mich nach wie vor ein besonderes Erlebnis. Die Stille nötigt mich zur Anbetung des Schöpfers. Der Schnee wird für mich dann zum Bild für Got­tes Liebe und Güte. Wie er alles zudeckt und in Weiß hüllt, so breitet Gott seinen Mantel der Verge­bung über uns aus. „Eure Sünden sind blutrot, und doch sollt ihr schneeweiß werden." (Jes 1,18 Hfa) Gott schenkt mir eine „weiße Weste"! Ja, so ist er! Die Liebe Gottes deckt alles Graue, Schwarze und Schlechte unseres Lebens zu, obwohl wir es nicht verdient haben. Und noch eines: Der frische Schnee verrät mir, dass ich im Wald nicht allein bin. Ich sehe die Fährten von Wildtieren und die Skispuren anderer Menschen. Das kann ich beim Laufen durch den Wald im Sommer gar nicht bemerken. Oft neh­men wir Gottes Gegenwart in unserem Leben auch nicht bewusst war, doch manchmal zeigen sich sei­ne Spuren.

Im obigen Bibelwort vergleicht der Psalmist Schnee mit Wolle. Wie passt denn das? Schnee ist doch kalt! Das stimmt, aber er ist dennoch ein schlechter Wärmeleiter. Dadurch schützt er Pflan­zen und Tiere in der Erde vor grimmiger Kälte. Die Liebe Gottes reinigt uns nicht nur, sie wärmt uns auch, damit wir uns in einer kalten Umwelt den­noch wohlfühlen können.

Guter Gott, danke für den Winter mit seinem Schnee und den schönen Winterfreuden! 

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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